Altkanzler Schröder im Niedersachsenhof

Am 09.November 2000 rieben sich alle Jerstedter ungläubig die Augen als diese Zeilen im extra Wochenblatt standen.

www.jerstedt.com

 

Gerhard Schröder im "Niedersachsenkrug"
Ingo kochte für den Bundeskanzler

 

JERSTEDT. Name: Ingo Mittendorf, Spitzname: "Hähnchen-Ingo", Beruf: Koch. Lokalität: "Niedersachsenkrug" in Jerstedt, den er gemeinsam mit Schwester Ute führt und der seit 1727 und mittlerweile in 9. Generation in Familienbesitz ist. Spezialität: halbe Goldhähnchen. Merkmale: das Gummi-Huhn an der Kochkleidung, Bekanntschaften mit Bundeskanzler Gerhard Schröder , Modeschöpfer Wolfgang Joop, Viva Moderator MoIa Adebisi, die hannöverschen Originale Siggi und Raner und und und...Irgendwie schafft es "Hähnchen-lngo", seinem Gesprächspartner das Gefühl zu vermitteln, Jerstedt sei der Nabel der Welt. ,,Ich geb'' Dir mal den Chef'', erklärte Andreas, Chef-Fahrer vom Bundeskanzler und befreundet mit dem 33-Jährigen Koch, am Freitag am Telefon. "Hallo Hähnchen-Ingo, hier ist der Bundeskanzler", meldete sich Gerhard Schröder und kündigte an, er werde in wenigen Minuten vorbeikommen. Schröder, bekennender Liebhaber deftiger Kost, hatte Glück: Im "Niedersachsenkrug" fand an diesem Abend ein Schlachte-Essen statt. Zur Wurstplatte, bestückt mit Leber-, Rot- und Weißwurst sowie Gehacktes und Steeke, gab''s neben anregenden Gesprächen mit Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel, zwei oder drei Bier und einen Malteser. Geschmeckt hat dem Sozialdemokraten seine zweite Schlachteplatte in der Jerstedter Gaststätte - die erste verzehrte er noch ais niedersächsischer Ministerpräsident. Und er hatte damals versprochen, wieder zukommen, denn, so Schröder: "Das ist ja doll bei Dir, Hähncheningo!"

 

 

 Keine Ente: Der Bundeskanzler war in Jerstedt! Gerhard Schröder und
Sigmar Gabriel haben sich die von "Hähnchen-Ingo" bereitete
Schlachteplatte schmecken lassen. Foto: privat


Hier noch ein Foto in geselliger Runde

 

Niedersachsenkrug
Familie Mittendorf
  Am Unteren Dorfbach 5
  38644 Goslar-Jerstedt
  +49 (0) 5321-81132
  Altkanzler Schröder im Niedersachsenkrug
 

Die Gaststätte ist seit dem 01.04.2014 geschlossen

Geschichte

1727: Eröffnung des Niedersachsenkrugs durch Kurt Fricke, anschließend bis 1757 Henry Wittig.

1758 - 1788: Hans Henning Wissel und Anna Sophie Wissel geb. Diedrich.

1788 -1833: Christoph Wissel und Marie Elisabeth Wissel geb. Rühe.

1833 - 1867: Andreas Wissel und Marie Sophie Wissel geb. Bosse.

1867 - 1903: Heinrich Heike und Sophie Heike geb. Ahrens.

1903 - 1927: Otto Bosse und Elise Bosse geb. Heike.

1927 - 1961: Heinrich Bosse und Marie Bosse geb. Dieckmann.

1961 -: Rolf Mittendorf und Friedel Mittendorf geb. Bosse.

1989 - heute: Ingo Mittendorf

1998 - heute: Ute Mittendorf

 

Das Jerstedter Wappen

Auszug aus Band IV der Dorfchronik
Unser Wappen im WEB

Das Wappen von Jerstedt stellt eine rot/silberne Tanne dar. Ein ovales Gerichtssiegel aus dem 18. Jahrhundert zeigt eine Tanne mit beiderseits vier Ästen auf einem Zweiberg. Auch der Söldner Henneke de Gherstede führte 1362 das Wappen in seinem Siegel. Diese „Hofmarke“ ist der Tanne im Gerichtssiegel schon auffallend ähnlich. Auch der frühere große Waldbesitz Jerstedts gibt dem Wappenzeichen seine Bedeutung.

Phillipp Schmidt
Heraldiker Vienenburg/Harz

25 Jahre Mehrzweckhalle Jerstedt

 Im Jahr 1978 wurde die Jerstedter Mehrzweckhalle den Jerstedterinnen und
Jerstedtern von der Stadt Goslar zur Nutzung übergeben. Seither wird diese
Einrichtung auch rege in Anspruch genommen.
Am 3. Oktober 2003 feierten daher alle Nutzerinnen und Nutzer das 25-jährige
Bestehen der Mehrzweckhalle.
Zu diesem Anlass wurde von Helmut Bittner, Heinz Bendig und Helmut Paul ein
zweites Jerstedter Wappen, diesmal aus verzinktem Eisen und wieder von Guido
Lüders gestiftet, am Eingang zur Mehrzweckhalle aufgestellt und zum
Beginn der Feier von Guido Lüders und Helmut Paul enthüllt.
Ein später angebrachtes hölzernes Hinweisschild für die Mehrzweckhalle wurde
von Peter Opitz hergestellt.
Alle Vereine und Verbände brachten sich in diese Feier ein. Ganz besonders aktiv
waren die Schulkinder, die die Zuschauer mit ihren Beiträgen zu Beifallsstürmen
hinrissen.
Der Stadtteilverein hatte das Ausschmücken der Halle übernommen, da er nach
der Jubiläumsfeier seine erste 70/80er Jahre Disco durchführte. Mit 27O
Personen wurde die Disco gut besucht. Organisiert wurde sie durch Annette
Burgdorf, Petra Diedrich und Sabine Wiesner.
Mit einem Teil des Erlöses der Jubiläumsfeier wurde ein Funkmikrofon für die
Mehrzweckhalle erworben um die Beschallung der Halle zu verbessern.

Hier sehen wir (v. l.) Helmut Paul, Helmut Bittner und Heinz Bendig bei der Arbeit.

Quellenangabe: Jerstedter Chronik Band 5

Terminvergabe für Vermietungen und Preise

Stadt Goslar, Herr Zimmer, Tel.: 05321 704355 oder 05321 704-0

 

Die angeblich älteste Urkunde, in der außer einer Reihe anderer Orte auch Jerstedt genannt wird, trägt das Datum 17. Januar 940. Diese Urkunde ist hier wiedergegeben nach Sudendorffs Urkundenbuch; dazu ist bemerkt:

"Notariell beglaubigte Cop. im Copialbuch des Klosters Ringelheim S. 1 in Ringelheim. Diese Urkunde ist unecht.Dafür, wann die Fälschung entstanden sein mag, finden sich in der Geschichte des Klosters keine Anhaltspunkte." In freier Übersetzung lautet die Ringelheimer Urkunde, wie wir das Schriftstück von angeblich 940 nennen wollen, folgendermaßen:

Im Rahmen der heiligen und ungeteilten Dreieinigkeit! Otto aus Gottes gnädiger Güte König.

Gegenrtwärtig und auch zukünftig lebende Gläubige mögen erfahren, wie Graf Ymnat zum Heile seiner Seele und dem seiner ganzen Nachkommenschaft ein Kloster zur Ehre unsers Herrn Jesus Christus und seiner Mutter Maria und der heiligen Märtyrer Abdon und Sennes in dem Ringelem genannten Orte errichtet hat und wie er hier wie auch in den umliegenden Dörfern Wendhausen, ebenso wie in Othfresen, Jerstedt, Wallmoden, Nauen, Sehlde, Gustedt, Haverlah, Vepstede (?) alles, was er an Ererbtem hatte - wie in Familien (Hintersassen) so auch in Äckern, Gebäuden, Plätzen, Wäldern, Wiesen, Weiden, Gewässern, Mühlen, Fischereien und Jagden mit allen zugehörigen Nutzungen - dem heiligen Altar der seligen Märtyrer Abdon und Sennes zur Ehre zugeeignet und mit Zustimmung seiner Söhne Voluwart, Ymmat und Sibet vor geladenen Zeugen übergeben hat. Nachdem vollends Bestimmungen über Nahrung und Unterkunft der Damen, die dort aus freien Stücken Gott dienen, ordnungsmäßig getroffen worden waren, besuchten uns (unsere Gegenwart) Einicholt, Äbtissin eben dieses Ortes und der vorgenannte Ymnat, ihr Vater, mit ihren Brüdern und baten uns, die Übereignung jener Güter bekräftigen zu lassen. In Übereinstimmung mit ihrem Anliegen bekräftigen wir diese Übereignung durch unsere Autorität. Wir wünschten sodann, dass die anwesenden Bischöfe Wilhelm von Mainz, Burchard von Trier, Anno von Worms, Altfried von Hildesheim und Bernhard von Halberstadt es ebenfalls durch ihre Autorität bekräftigten und unter Androhung des Fluches untersagten, dass jemals ein Sterblicher für nachfolgende Jahrhunderte die Güter eben dieser Kirche gewaltsam raube oder sich erdreiste, die dortigen Diener Gottes gegen das heilige Recht zu einer anderen Lebensart zu zwingen.

Nachdem dieses so geschehen war, wünschten die Äbtissin, ihr Vater und ihre Brüder, das vorbenannte Kloster mit allen dazugehörigen Gerechtsamen unserer Gerichtsbarkeit zu unterstellen in dem Sinne, dass nur ein Vogt, der aus ihrem Stamme gekommen sei, dort gehalten werde. Dementsprechend haben wir auch folgende Anordnung unserer Autorität der vorbenannten Äbtissin ausstellen lassen, derzufolge wir beschließen und bestimmen, dass niemand zu irgend einer Zeit jemals wagen darf aus richterlicher Machtvollkommenheit gegenüber den Kirchen oder Plätzen oder Äckern oder den übrigen Besitzungen, welche die göttliche Frömmigkeit jetzt besitzt oder welche Rechte sie in der Folgezeit noch vermehrt haben möchte, einzuschreiten, um Klagen nach Richterart anzuhören oder Lehen zu fordern oder Angehörige des Kirchengutes in Anspruch zu nehmen oder andere ungewöhnliche Forderungen zu stellen oder sich erdreiste, das, was oben erwähnt wurde, zu verlangen. Und damit diese Autorität unserer Zustimmung eine noch vollständigere Festigkeit im Namen Gottes bekomme, haben wir mit eigener Hand hierunter bekräftigt und durch Druck unsers Ringes ausweisen lassen. Gegeben am 17. Januar 900 - im 5. Jahre der Herrschaft Ottos. Geschehen zu Mainz."

Bemerkt sei hierzu: Die Zeitangabe folgt dem Brauch der Zeit, zuerst werden die vollen Jahrhunderte angegeben - hier 900- dann anschließend das genaue Jahr durch Umschreibung "das 5. Jahr der Herrschaft Ottos", und Otto 1. hatte im Jahre 936 seine Regierung angetreten, das 5. Jahr ist mithin das Jahr 940.

Tatsächlich findet Jerstedt erst im Jahre 1047 Erwähnung

Die wirklich älteste Urkunde, die über Jerstedt berichtet befindet sich im Goslarer Stadtarchiv; sie wurde am 7. September 1047 von Kaiser Heinrich III. in Xanten am Rhein unterfertigt und wird die Xantener Urkunde genannt. Ihren Inhalt gibt Sudendorff wie folgt an: "Kaiser Heinrich III. schenkt der von ihm erbauten und der heiligen Jungfrau Maria und den Heiligen Simon und Judas geweihten Kirche sein Gut zu Jerstedt im Densigau in der Grafschaft des Grafen Christian."

Der Text ist lateinisch geschrieben und nennt Jerstedt als "Gerstiti".